
Bereits zum 90. Mal organisiert Zorra das Synchronbacken. Wahnsinn, oder? Ich finde es jedes Mal aufs Neue spannend, welche Rezepte sie für uns aussucht. Diesmal standen Telera Brötchen nach dem Rezept von Isabel Eats auf dem Programm. Bis jetzt hatte ich noch nie davon gehört, aber das hat sich nun definitiv geändert.
Telera Brötchen sind klassische mexikanische Weizenbrötchen mit einer weichen, lockeren Krume und einer dünnen, zarten Kruste. Typisch sind die beiden länglichen Vertiefungen auf der Oberseite, die das Brötchen in drei Segmente teilen. In Mexiko werden sie häufig für Tortas verwendet. Üppig belegte Sandwiches mit Fleisch, Bohnen, Käse, Avocado und frischem Gemüse.
Wie meistens konnten wir auch diesmal zwischen einer Übernachtgare und einer Direktgare wählen. Ich habe mich für die No-Knead-Variante mit Übernachtgare entschieden. Ich bin einfach ein riesiger Fan von Teigen, die ganz ohne Kneten auskommen. Der Teig war schnell zusammengerührt und durfte über Nacht zugedeckt bei Raumtemperatur ruhen. Bis zum nächsten Morgen war er wunderbar aufgegangen. Bei den momentan warmen Temperaturen hat dafür tatsächlich schon 1 g Frischhefe völlig ausgereicht .Als ich den Teig aus der Schüssel geholt habe, war ich allerdings kurz etwas skeptisch. Er fühlte sich recht weich und leicht klebrig an. Diese Sorge war aber völlig unbegründet, denn der Teig liess sich hervorragend verarbeiten und formen. Die charakteristischen Kerben habe ich ganz einfach mit einem chinesischen Essstäbchen eingedrückt, das hat erstaunlich gut funktioniert.
Die Stückgare habe ich aufgrund der sommerlichen Temperaturen auf etwa 20 Minuten verkürzt. Ein paar Minuten mehr hätten den Teiglingen vermutlich noch gut getan, denn sie sind beim Backen leicht eingerissen. Das ist aber wirklich nur ein kleiner Schönheitsfehler, denn geschmacklich waren sie absolut gelungen. Gefüllt haben wir unsere Telera Brötchen ganz klassisch als mexikanische Tortas. Mit cremigem Bohnenmus, gebratenen Pouletbruststreifen, Avocado, Tomaten, roten Zwiebeln und Käse. Anschliessend kamen sie noch kurz in den Ofen, bis der Käse geschmolzen war. Das Ergebnis war einfach köstlich. Knusprig, saftig und unglaublich aromatisch. Für einen Abend fühlte es sich tatsächlich an, als hätten wir ein kleines Stück Mexiko auf dem Teller. Diese Brötchen wird es bei uns ganz bestimmt wieder geben.

Beim Synchronbacken haben wir schon viele tolles gebacken. So zum Beispiel Matnakash, Sesam Baguettchen und Lingue di Suocera. Ganz am Schluss verlinke ich euch dann noch die Telera Brötchen von allen die auch mitgebacken haben. Liebe Zorra, einmal mehr ganz lieben Dank fürs organisieren und die tolle Rezept Wahl beim Synchronbacken.
Zutaten
280 g Wasser (kalt)
26 g Pfflanzenöl
440 g Weizenmehl 812
42 g Agavendicksaft (alternativ Honig)
12 g Zucker
5 g Salz
1g Frischhefe
Zubereitung
Alle Zutaten von Hand gut vermischen, so dass es keine Mehlnester mehr hat. Den Teig abgedeckt 12 Stunden bei Raumtemperatur zugedeckt gehen lassen. Nach 60 Minuten den Teig dehnen und falten.
Den Teig auf eine gut bemehlte Arbeitsfläche geben, in 6 Teile a zirka 130 g teilen, rundschlfeifen und kurz entspannen lassen. Danach etwas flach drücken und mit den Händen zu einem Oval von zirka 13×8 Zentimetern formen.

Die Öberfläche etwas bemehlen und mit einem Stäbchen zwei tiefe Kerben eindrücken. Darauf achten, dass es den Teig nicht durch schneidet.

Die Teiglinge auf ein mit einer Backmatte ausgelegtes Blech legen und 20 Minuten gehen lassen.

Die Teiglinge sollten sich deutlich vergrössern.
Rechtzeitig den Ofen auf 200 Grad vorheizen. Wenn der Ofen die Temperatur erreicht hat das Blech in den Ofen schieben und die Brötchen ohne schwaden 18-20 Minuten bei 200 Grad backen. Auf einem Kuchengitter auskühlen lassen.

Weitere tolle Telera Brötchen gibt es auch bei:
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