
Am Wochenende haben wir wieder synchron gebacken und diesmal ging es kulinarisch nach Italien. Zorra hat sich passend zu ihrer Jahresserie „So isst Italien“ etwas Italienisches ausgesucht, und zwar Biove. Das sind kleine italienische Brötchen mit einer knusprigen Kruste und einer schön lockeren Krume. Gebacken haben wir nach dem Rezept von Stuzzicadenti. Auf Insta unter Biove habe ich die Zubereitungsschritte. Ganz am Schluss verlinke ich euch noch die anderen Rezepte von allen die mitgebacken haben.
Bei Biove handelt es sich ursprünglich um eine Brotspezialität aus dem Piemont. Dort kennt man sie als Biova und sie gehört zu den traditionellen Brotsorten der Region. Typisch ist die besondere Form, die durch das Ausrollen und Aufrollen des Teiges entsteht. Dadurch bekommt das Brot seine charakteristische Struktur und die typische längliche, leicht aufgerollte Form. Die Kruste wird schön knusprig, während das Innere eher leicht und luftig bleibt. Traditionell werden Biove gerne als Brot für belegte Brote beziehungsweise Panini verwendet. Wenn von bolognesischen Biove gesprochen wird, handelt es sich nicht um das ursprüngliche piemontesische Brot, sondern um eine regionale beziehungsweise abgewandelte Variante.
Wie so oft durften wir auch dieses Mal wählen, ob wir die Biove direkt am selben Tag backen oder eine Übernachtgare machen. Da wir sie unbedingt zum Frühstück haben wollten, war für mich die Entscheidung schnell gefallen. Sie durften über Nacht gehen. Dafür habe ich den Teig am Vorabend mit weniger Hefe angesetzt. Statt der im Rezept angegebenen Menge habe ich nur 2 g Hefe verwendet, damit der Teig die lange Gare gut übersteht. Nach einer kurzen Gehzeit bei Raumtemperatur habe ich die Biove geformt und sie anschliessend gut eingepackt auf den kühlen Balkon gestellt. Ihr wisst ja, in meinen Kühlschrank bekomme ich sowieso kein Blech. Wenn die Temperaturen über Nacht wieder schön kühl sind, bietet sich der Balkon als natürlicher Kühlschrank geradezu an. Viel wärmer als etwa 8 Grad sollte es allerdings nicht sein, damit die Biove nicht zu schnell aufgehen wird.
Am Rezept selbst habe ich ansonsten gar nicht viel verändert. Nur die Hefemenge habe ich wegen der Übernachtgare reduziert und das Schweineschmalz durch Pflanzenöl ersetzt. Das Formen fand ich übrigens gar nicht schwierig, aber ehrlich gesagt war es mir einfach zu kompliziert. Es funktioniert natürlich, aber für mich persönlich darf es bei Brötchen gerne etwas unkomplizierter sein. Deshalb werde ich es beim nächsten Mal definitiv anders machen und mir das Ganze etwas einfacher gestalten. Es ist bestimmt einfacher den Teig in 12 Teile zu teilen und dann auszurollen. Das wird dann meine Biove Version 2.0. Vielleicht varierere ich auch noch mit dem Mehl.
Und wie haben sie geschmeckt? Sehr lecker. Zum Frühstück konnte sich jeder seine Biove aussuchen. Natürlich durften auch verschiedene Saaten nicht fehlen. Mein Favorit war ganz klar die Variante mit Sesam, denn ich liebe Sesam einfach. Da kann es für mich eigentlich gar nicht genug davon geben. Bei uns jedenfalls haben die Biove nicht nur das Frühstück bereichert. Es sind sogar noch ein paar übrig geblieben und die wurden am Abend kurzerhand zu Paninis verarbeitet. Dafür waren sie ebenfalls perfekt. Immer noch knusprig, luftig und genau richtig zum Belegen.

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Rezept
Zutaten
300 g Wasser (kalt)
500 g Weizenmehl 812
20 g Pflanzenöl
10 g Zucker
8 g Salz
2 g Frischhefe
Zusätzlich
40 g Saaten nach Wahl
Zubereitung
Alle Zutaten in der Knetmaschine 6 Minuten auf langsamer Stufe vermischen und dann 4 Minuten auf schnellerer Stife verkneten. Den Teig zugedeckt 1 Stunde bei Raumtemperatur stehen lassen.
Den Teig auf die leicht bemehlte Arbeitsfläche geben und in 2 Teile a 420 g Teilen und etwas ausrollen bis er eine Fläche von zirka 18×12 cm hat. Dann in 3 cm breite Streifen schneiden,

auf 14×11 cm ausrollen

und aufrollen.

Wenn Saaten darauf kommen die Teiglinge mit Wasser bepinseln und in die Saaten tunken.
Alle Teiglinge auf ein mit einer Backmatte ausgelegtes Backpapier legen,

gut einpacken, auf den kühlen Baklon stellen und 12-14 Stunden gehen lassen.
Den Backofen auf 180 Grad Umluft vorheizen und die Teiglinge mit einer stabilen Teigkarte der Länge nach in der Mitte fast bis zum Boden eindrücken.

Wenn der Ofen die Temperatur erreicht hat die Biove in den Ofen schieben und unter Schwaden 5 Minuten anbacken. Danach den Schwaden ablassen und für etwa weitere 18 Minuten fertig backen.

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